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Bibliothek Museum

Teleki Sámuel (1739-1822) widmete seine Bibliothek der Öffentlichkeit, und mit dieser Absicht vor Augen hat er seine Sammlung aufgebaut. Aus fünfundzwanzig Städten Europas gelang es ihm, in sechs jahrzehntelanger regelmäßiger Sammlungsarbeit beinahe 40.000 Bände zu erwerben.

Die von den Anfängen des Drucks bis in das 19. Jahrhundert erschienenen Bücher umfassen sämtliche Zweige der Wissenschaften, hinzu kommen Wörterbücher, Enzyklopädien und wissenschaftliche Zeitschriften. Besonders reich sind die Buchbestände der Téka Sammlung aus der Periode der Aufklärung, denn einerseits ist dieses das Zeitalter, in dem Teleki Sámuel gelebt hat, andererseits hatte er seines Amts wegen auch zu den auf der Verbotsliste befindlichen Büchern Zugang. Überdies hat er auch Raritäten gesammelt: Inkunabeln, Unikate, seltene Bücher, Erst- und Prachtausgaben. Die Meisterstücke alter berühmter Druckwerkstätten, zahlreiche Ausgaben, die aus den Offizinen von Aldus Manutius, Giunta, Estienne, Plantin, Elzevir, Frobenius, Bodoni, Heltai, Honterus oder von Tótfalusi Kis Miklós stammen, erhöhen den Wert und Ruf der Sammlung. Er hat mit besonderem Sachverstand die besten Ausgaben der griechischen und lateinischen Autoren vom Gesichtspunkt der Texttreue, des Kommentars und der Druckausführung ausgewählt.  

Viele Ausgaben sind von berühmten Malern und Grafikern illustriert: Dürer, Rubens, Hans Holbein der Jüngere, Lucas Cranach, Bernard Picart. Bedeutend ist die Anzahl der Bücher, welche die Kunst der Antike vorstellen (die Piranesi Stiche, die Beschreibung von Ägypten usw.), außerdem die Bände der Sammlungen der schon damals berühmten Museen.

 

 

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