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Domokos Teleki

Teleki Domokos (1773-1798) war das älteste der Kinder des Bibliotheksgründers Teleki Sámuel, die das Erwachsenenalter erreicht haben,...

 

... der aber an einer unbekannten Krankheit mit 25 Jahren ebenfalls früh gestorben ist.

Er hat seine Universitätsstudien zwischen 1788-1793 an der Wiener Universität gemacht, wo er antike Geschichte, Philosophie, Logik, Naturgeschichte, Mathematik, Physik, Ästhetik, Philologie, Numismatik, Staatwissenschaft und Recht gelernt hat. Nach Beendigung seiner Studien hat er einen bedeutenden, reichen Geistesnachlass zustande gebracht.

Er war Mitglied der Gesellschaft für Ungarische Sprachkünstler aus Siebenbürgen, Ehrenmitglied der Gesellschaft für Naturforscher in Jena. 1798 wurde er Vorsitzender der Jenaer Gesellschaft der Mineralogie. Er hat den Gedanken aufgeworfen, eine einheimische Gesellschaft für Naturwissenschaften zu gründen. 1796 erschien in Wien sein Werk mit dem Titel Die Beschreibung einiger einheimischen Reisen (Egynéhány hazai utazások leírása), die erste ungarische Reisebeschreibung über Ungarn.

Wie sein Vater, hatte auch Domokos vor, etwas für das öffentliche Wohl zu tun. Mit seinen menschfreundlichen Maßnahmen wollte er das Schicksal der Einwohner verbessern, vor allem führte er Neuerungen auf dem Landgut Scharnberg (Sáromberke) durch. In der Zeit der siebenbürgischen Pockenepidemie besorgte er die notwendigen Medikamente für die Bewohner seiner Landgüter. Für die Schule aus Scharnberg hat er eine gründlich überlegte, aus 19 Punkten bestehende Regelung zusammengestellt. Eine Bilanz seiner Tätigkeiten kann leider nicht erstellt werden, da er wegen seines vorzeitigen Todes kaum über die Vorbereitung hinausgekommen ist.

Nach dem Tode seines Sohnes traf Teleki Sámuel Vorkehrungen über die Aufbewahrung des hinterlassenen Lebenswerkes: seine Notizen, die Manuskripte seiner im Druck erschienenen Werke; seine nicht veröffentlichten Schriften wurden in Bänden gesammelt und in die Bibliothek gelegt. Außerdem hat der Vater dafür gesorgt, dass die Mineraliensammlung seines Sohnes im Herbst des Jahres 1802 in der neu eröffneten Neumarkter Bibliothek oben auf der Galerie in Vitrinen mit Drahtnetz ausgestellt wurden.

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