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ACHTUNG!

Zwischen 1-5. Juni der Teleki-Bolyai Bibliothek ist geschlossen!

Bibliothek des Reformierten Kollegs

Die Bolyai Bibliothek ist die jahrhundertelange Sammlung des damaligen Reformierten Kollegs aus Neumarkt am Mieresch. Die städtische protestantische Kleinschule, die Schola Particula, wurde  1557 gegründet. Die älteste Aufzeichnung über ihre Bücher stammt aus dem Jahr 1653, aber  musste schon früher eine Sammlung im Dienst des Schulunterrichts vorhanden sein. Die Schulbibliothek wurde vor allem aus Schenkungen erweitert. Das Jahr 1718  bringt einen wichtigen Wechsel im Leben der Bibliothek: dann hat sich die Schule mit dem von Sárospatak vertriebenen Reformierten Kolleg mit Sitz schon seit vier Jahrzehnten in Weissenburg (Gyulafehérvár) vereinigt. Anlässlich der Vereinigung hat das Parlament die Neumarkter Schule auf den Rang eines Kollegs erhoben. Die Bücher der Schule aus Sárospatak  haben den Bestand der Neumarkter Bibliothek erhöht.

Ab dem 18. Jahrhundert wurde der Einkauf immer systematischer, die Bibliothekare haben an den Buchmessen im In-und Ausland teilgenommen. Natürlich haben sie vor allem die zum Unterricht und Erziehung notwendigen Bücher gekauft, so größtenteils – gemäß dem Kurrikulum – sind diese auf Lateinisch. Weiterhin haben eine große Rolle die Donationen, denn die im Ausland studierenden Pilgerschüler waren gemäß einer Verordnung dazu verpflichtet, nach der Heimkehr von den Studien für ihre einmalige Schule ein Buch im Wert eines Goldes mitzubringen. (Damit kann das Vorhandensein vieler deutscher und niederländischer Bücher erklärt werden.) Ein Teil der Lehrer des Kollegs und andere Intellektuellen aus Neumarkt haben ihre Privatsammlung der Schule hinterlassen, darunter können der Mathematiker Bolyai Farkas, der Rechtsprofessor Dósa Elek, der Arzt Mátyus István erwähnt werden. Die Zusammensetzung des Bestandes spiegelt die Tatsache, daß bis zum letzten Drittel des 19. Jahrhunderts an dieser Hochschule viele Lehrer, Priester, Juristen ausgebildet worden. Als diese Aufgabe die im Jahr 1872 geöffnete Universität aus Klausenburg übernommen hatte, dann ist die Anzahl der literarischen, geschichtlichen und naturwissenschaftlichen Bücher, als auch der Anzahl der Handbücher der sich vermehrenden Bestände gestiegen.

Im Laufen der Jahrhunderte kam eine besonders mannigfaltige Sammlung zustande. Einen riesigen Wert repräsentieren die Inkunabel, die Unikate, Raritäten, Hungarika. Bedeutend ist die Sammlung der alten Kalender, Dissertationen, Schulzeugnisse, Flugblätter, alte siebenbürgischen Todesanzeigen und Trauerrede, der Neumarkter Publikationen und Periodika.

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