János Bolyai ist einer der grössten Persönlichkeiten der Mathematikgeschichte. Zu seinem Namen bindet sich eine zeitalterreformierende Entdeckung: die Begründung der nicht-euklidischen Geometrie bedeutete eine Erneuerung im Bereich von Geometrie und theoretischen Physik, er hat damit die newtonischen Weltansaschauung gebrochen.
János Bolyai ist am 15. Dezember 1802 in Klausenburg / Kolozsvár geboren. Seine Kindheit verbrachte er in Neumarkt und studierte an dem Kolleg von hier. Schon als Kind erwiess er grosse Interesse für Mathematik und schnell konnte man feststellen, dass er sehr begabt war. Wegen der finanziellen Situation der Familie, konnte er seine Studien in Göttingen nicht fortsetzen, deswegen gelang er an der Akademie für Genieoffiziere. Die schlechte Berufswahl hat sein Leben schwieriger gemacht. Einige Jahre lang wirkte er als Genieoffizier in Temeswar / Temesvár, Arad, Olmütz dann ließ er sich pensionieren und kehrte nach Neumarkt zurück. Er hat sich hier und nach Domád, in einem Dorf neben dem Fluss Küküllő, zurückgezogen.
János Bolyai war schon seit seiner Jugend mit den ungelösten Problemen der Mathematik beschäftigt, besonders mit dem 9. euklidischen Axiom, mit dem Postulatum der Parallelen. Schon in 1823 hat er begonnen, die nicht-euklidischen Geometrie auszuarbeiten. Seine Ergebnisse fast János Bolyai in seinem Werk Scientia Spatii (Wisseschaft des Raums) zusammen, aber das erscheint nur in 1832 als Appendix zu dem Band Tentamen von Farkas Bolyai.
Die Teleki-Bolyai-Bibliothek bewahrt mehr als 13.000 Seiten der Manuskripten von János Bolyai, davon gehört die Mehrheit zu seinem philosophischen Werk mit dem Titel Die Lehre. Er plannte damit ein enzyklopedisches Werk zu schaffen, indem nach den Kapiteln über Wissenschaften und Künste in dem Teil über Die Lehre der Gedeichen alle Menschen den Weg zu der allgemeinen Seligkeit kennen lernen könnten.
János Bolyai ist am 27. Januar 1860 gestorben. 1911 wurde in das Grab seines Vaters beigesetzt.
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